Häufige Fragen

Notwendigkeit der Umweltschadenhaftpflichtversicherung

Am 14.11.07 trat das neue Umweltschadengesetz (USchadG) in Kraft. Dieses sieht eine öffentlichrechtliche Haftung für in Deutschland beruflich/gewerblich tätige natürliche und juristische Personen für die nachstehenden drei Kategorien von Umweltschäden vor:

  • Schäden an geschützten Tieren, Pflanzen und Lebensräumen (so genannte Biodiversität)
  • Schäden an eigenen und fremden Böden
  • Schäden an eigenen und fremden Gewässern

Diese Schäden sind demnach durch den Verursacher wieder zu heilen (zum Beispiel durch Neuansiedlung/-anpflanzung geschädigter Tiere bzw. Pflanzen), möglich sind aber auch sogenannte Ersatzmaßnahmen (zum Beispiel Ersatz durch andere Pflanzen oder Wiederansiedlung von gefährdeten Tieren an anderer Stelle). Zuständig für den Erlass von Maßnahmen sind die zuständigen Umweltbehörden.

Ein typisches Beispiel: Durch Chemikalien wird ein Forellenteich verseucht. Die Forellen verenden und der Teich – oder ein fließendes Gewässer – muss saniert werden. Bisher entstand keine zivilrechtliche Haftung, wenn es sich um einen Naturteich handelte, der samt lebendem Inhalt ein Gut der Allgemeinheit ist. Bei Privatgewässern jedoch bestand auch bisher schon eine Entschädigungspflicht gegenüber dem Eigentümer.

In der ApothekenPolice besteht bereits Versicherungsschutz für die sogenannte Umwelthaftpflicht-Basisdeckung. Diese beinhaltet ganz allgemein die zivilrechtliche Haftung des Versicherungsnehmers aus seinem Betrieb heraus, erweitert auf die Haftung für gewässergefährdende Stoffe bis 500 kg/l. Soweit ein unter das neue Umweltschadengesetz fallender Schaden an diesen versicherten Bereich anschließt, haben wir vorsorglich rückwirkend eine vorläufige Deckung ab dem 30.04.2007 im Rahmen einer neuen Umweltschadensversicherung für alle laufenden Policen bereits geregelt.

Seit dem 1.1.2008 ist diese Umweltschadens-Basisversicherung (ohne Zusatzbausteine) in die Deckung mit einbezogen, auch bei bereits besetehenden Policen.

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